Interview: Sechs Fragen an den Münchner Yacht-Club

Die Wintermonate sind um, endlich beginnt die Deutsche Segel-Bundesliga wieder. Der Auftakt (29. April – 01. Mai) findet wie gewohnt im Süden der Republik statt. Wie der Münchner Yacht Club sich in seiner „Gastgeber Rolle“ fühlt und was sich das Team für das Heim-Event vorgenommen hat? Wir haben mit Team-Manager Michael “Micki“ Liebl (ML) gesprochen. Hier seine Antworten:  

DSBL: Welches Team habt ihr aufgestellt und warum?

ML :                  Wir sind in der glücklichen Lage nahezu den kompletten Kader zur Verfügung zu haben und haben das Luxusproblem, dass wir auch drei oder vier wettbewerbsfähige Teams hätten stellen können. Die Vier, die uns in Starnberg vertreten stehen stellvertretend für den Fleiß und die Leistungsdichte des gesamten Kaders. Sie stehen zwar namentlich auf der Crew-Nominierung aber an den Start geht der gesamte Münchner Yacht-Club. (Die Crew: Kay Niederfahrenhorst, Marc Anschütz, Max Adami und Fabian Wunderle)

DSBL: Wie habt ihr euch auf den Auftakt vorbereitet? Und ist das Heimevent etwas Besonderes?

ML:                  Natürlich ist es etwas Besonderes mit dem Ligastart „dahoam“. Wir setzen uns aber nicht mehr unter Druck als bei jedem anderen Spieltag. Organisatorisch ist alles für den Saisonauftakt vorbereitet. Die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Touring Yacht Club ist wie im Vorjahr top gelaufen und beide Vereine freuen sich jetzt wenn es endlich losgeht.

Zum Sportlichen: Wir haben uns wie auch im Vorjahr zusammen mit unseren Trainingspartnern so intensiv wie möglich vorbereitet, unser bestehendes Team weiter vorangebracht und mit jungen Top-Nachwuchsseglern und Seglerinnen ergänzt. Wir sind heute einen großen Schritt weiter als noch zum Saisonstart 2015.

DSBL: Was ist Euer Ziel für das erste Event?

ML:                  Natürlich wollen wir in die Finalläufe kommen, um im eigenen „Stadion“ die Spannung möglichst lange hoch zu halten. Wenn uns das gelingt, dann nehmen wir es in den Finalläufen wie es kommt.

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DSBLNun haben alle Teams der DSBL im Vorfeld hart für die neue Saison trainiert, könnt ihr schon in Etwa einschätzen, wer 2016 besonders stark sein wird?

ML:                  Nein, wir können nur die Leistungsstärke innerhalb unserer Trainingsgruppe einschätzen und die ist unglaublich hoch. Wir gehen davon aus, dass es wie im letzten Jahr eine sehr starke Liga sein wird. Die Unterschiede sind minimal und es wird wieder sehr interessant werden.

DSBL: Ihr seid mittlerweile schon die dritte Saison dabei, stellt ihr Veränderungen in der Liga fest?

ML:                  Die Luft wird immer dünner…

DSBL: Was macht für dich den Reiz der Segel-Bundesliga aus?

ML:                  Ich spreche jetzt mal als Sportwart des MYC. Besonders gefällt mir die Arbeit im Verein mit Jugendlichen, Junioren und erfahrenen Seglern gemeinsam in einem Team. Die Bundesliga gibt den jungen Seglern ein Ziel für die Zeit nach den intensiven Ausbildungsjahren im 420ger oder 29er. Die Bundesliga schafft es, Junioren wieder zurück in den aktiven Leistungssport zu holen. Außerdem hat sie es geschafft, erfahrenen Seglern eine junge Truppe zur Verfügung zu stellen um gemeinsam am Erfolg zu arbeiten. Eine tolle Sache. Da können wir uns als Verein nur bei den Ideengebern bedanken.

Vielen Dank an Micki Liebl. Wir wünschen dem Team vom Münchner Yacht-Club viel Erfolg Zuhause und freuen uns auf ein tolles Auftakt-Event!