Nachgefragt: Interview mit Ole v. Studnitz, 1. Vorsitzender Deutsche Segel-Liga e.V.

Vergangene Woche habe wir uns mit Ole v. Studnitz getroffen. Ole ist der neue 1. Vorsitzende des DSL e.V. und als Sprachrohr der Liga-Vereine stets nah am Geschehen. Wir haben ihm deshalb aktuelle Fragen zur Liga gestellt: Wie war die Saison 2017? Was ist für 2018 geplant? Wie können die Teams in die 2. Liga aufsteigen? Nachfolgend findet ihr das gesamte Interview. Viel Spaß beim Lesen.

Frage: Wie war die Saison 2017?

Ole v. Studnitz: In dieser Saison war alles dabei. Unter anderem hatten wir Eis, Schnee, Sturm und wenig Wind. Ich persönlich fand das Jahr 2017 so besonders, da es im Kampf um die Meisterschaft so spannend wie noch nie war. Erst im vorletzten Rennen des letzten Liga-Events in Berlin wurde entschieden, wer Meister wird. Am Ende sicherte sich der Norddeutsche Regatta Verein die Meisterschale hauchdünn vor dem Deutschen Touring Yacht-Club und dem Segel- und Motorboot Club Überlingen.

F.: Was war in 2017 neu bei der Segel-Bundesliga?

O. v. S.: Wir haben in diesem Jahr erstmals erfolgreich den Segel-Liga Pokal ausgetragen. Was am Ende ja nichts anderes ist, als die Relegation zur 2. Segel-Bundesliga. Hier treffen Amateure, Profis aus der 1. und 2. Segel-Bundesliga und Junioren aufeinander. In diesem Jahr konnte sich der Flensburger Segel-Club (Aufsteiger in die 1. Segel-Bundesliga) den Segel-Liga Pokal sichern.

Beim DSL e.V. für 2018 nachgefragt

Unsere sechste Liga-Saison steht unmittelbar vor der Tür! Bevor es Ende April richtig losgeht, haben wir bei unserem 1. Vorsitzenden vom DSL e.V. Ole Stdntz wichtige Änderungen und Neuigkeiten für 2018 erfragt. Viel Spaß!

Posted by Deutsche Segel-Bundesliga on Mittwoch, 29. November 2017

 

F.: Was ist für 2018 geplant?

O. v. S.: Neben den sechs Spieltagen werden wir weiter am Pokal festhalten und zusätzlich ein Qualifikationsevent für den Pokal veranstalten.

F.: Wie können die Teams in die 2. Liga aufsteigen?

O. v. S.: Anders als in 2017 läuft die Qualifikation jetzt nicht mehr über die Regionen, sondern über ein nationales Klassen-Großevent. Das wird in 2018 die Kieler Woche sein. Hier muss ein Verein unter die ersten zwölf Vereine fahren, um dann zur Qualifikation fahren zu können. Jeder Verein ist herzlich eingeladen an diesem Event teilzunehmen.

F.: Was ist das neu geplante Qualifikationsevent in 2018?

O. v. S.: Ein Verein, der am Pokal teilnehmen möchte, um darüber in die 2. Segel-Bundesliga aufzusteigen, muss eine Vorqualifikation durchlaufen. Dafür werden wir ein J 70-Klassen-Event nutzen. Im nächsten Jahr ist es die Kieler Woche. Aber auch Events wie das Bodensee Battle o.ä. kommen für ein mögliches Qualifikationsevent in den kommenden Jahren in Frage.

F.: Welche Teams können am Pokal teilnehmen?

O. v. S.: Am Pokal können folgenden Clubs teilnehmen:

  • Top 3 Segel Clubs aus der 1. Segel-Bundesliga
  • Top 3 Segel Clubs aus der 2. Segel-Bundesliga
  • Top 3 Segel Clubs aus der Junioren Segel-Liga
  • Zwölf Qualifikanten des Qualifikationsevent
  • Drei Absteiger aus der 2. Segel-Bundesliga 

 

 

F.: Wie erklärt sich die Liga-Pyramide?

DSL-Pokal (24 Vereine)

  • Top 3 Segel Clubs aus der 1. Segel-Bundesliga
  • Top 3 Segel Clubs aus der 2. Segel-Bundesliga
  • Top 3 Segel Clubs aus der Junioren Segel-Liga
  • 12 Qualifikanten vom Qualifikationsevent
  • 3 Absteiger aus der 2. Segel-Bundesliga

–> Top 3 des DSL-Pokal steigen auf in die 2. Segel-Bundesliga

2. Segel-Bundesliga (18 Vereine)

–> Top 4 steigen auf in die 1. Segel-Bundesliga
–> Letzten 3 Clubs steigen ab in den DSL-Pokal

1. Segel-Bundesliga (18 Vereine)

–> Top 4 segeln in der SAILING Champions League
–> Letzten 4 Clubs steigen ab in die 2. Segel-Bundesliga

F.: Wie ist die regionale Verteilung der Top-Events?

O. v. S.: Wir versuchen das immer gerecht zu verteilen, so dass wir ungefähr genauso viele Nord-Events wie auch Süd-Events haben. Darauf wollen wir insbesondere bei den Qualifikations-Events, beim Pokal und beim Finale achten.