Yachtclub Berlin-Grünau

Die Dichte an seglerischer Prominenz ist nirgends so hoch wie beim YC Berlin-Grünau. Doch in der Segel-Bundesliga sind auch Olympia-Medaillen und -Teilnahmen keine Garantie für eine Top-Platzierung. Das musste der YCBG in dieser Saison erfahren. Trotz des Einsatzes des dreimaligen Olympiasiegers Jochen Schümann, seiner beiden Silber-dekorierten Vorschoter von Sydney, Ingo Borkowski und Gunnar Bahr, sowie der weiteren Olympia-Teilnehmer Peggy Bahr, Robert Stanjek und Hannes Baumann gelang nicht der direkte Klassenerhalt. Im Frühjahr muss sich das Star-Ensemble erneut in der Relegation beweisen.

„Mit dieser Saison sind wir natürlich gar nicht zufrieden“, sagt Team-Manager Oliver Freiheit und wird bei der Ursachen-Forschung im mangelnden Training fündig. „Das Durchschnittsalter der Mannschaft ist über 40 Jahre. Die meisten stecken mitten im Beruf und können daher nicht regelmäßig trainieren. Außerdem haben wir im Gegensatz zu den meisten anderen Teams kein vereinseigenes Boot, konnten lediglich auf das private meiner Eltern zurückgreifen.“

 

Schönster Moment in 2015: Die Platzierung in Hamburg war sehr zufriedenstellend.

Bestes Event in 2015: Die Zuschauerresonanz und das gesamte Ambiente haben Hamburg zu einem besonderen Event gemacht.

Größte Überraschung in 2015: Der Berliner YC, der sich mit einem Team aus wenig bekannten Seglern und super Training toll etabliert hat.

 

Liga-Historie

1. Segel-Bundesliga

2013: Platz 4, 2014: Platz 11, 2015: Platz 15

Ziel 2016: Klassenerhalt in der Relegation sicherstellen

Text: Ralf Abratis / Liga Magazin